Pixelfehler treten bei LCD-Bildschirmen technologie- und produktionsbedingt auf. Ein 19" Display mit
einer Auflösung von 1600 x 1200 Punkten besteht beispielsweise aus 5,76 Millionen einzelnen und von
winzigen Transistoren angesteuerten Bildschirmzellen.
Bei einer solch gigantischen Anzahl ist es möglich, dass trotz höchster Qualitätsstandards eine oder
mehrere einzelne Zellen nicht perfekt funktionieren und permanent ein- oder ausgeschaltet
sind. Das Resultat sind dann ständig leuchtende oder ständig schwarze Pixel auf dem Schirm.
Die ISO-Norm 13406-2 legt diesbezüglich Qualitätsklassen fest und sorgt damit für Transparenz in Bezug auf Garantieansprüche von Endkunden, Händlern und Großhändlern gegenüber den Herstellern. Mit dem Commitment zu einer ISO-Fehlerklasse verpflichten sich Monitorhersteller, den jeweils entsprechenden Standard in der Serienfertigung einzuhalten. Die Pixelfehlerklassen orientieren sich dabei - wie in der nachfolgenden Tabelle erläutert - an der Anzahl der Pixelfehler und am spezifischen Fehlertyp. Die Pixelfehlerzahl ist jeweils pro 1 Million Pixel definiert.
Die ISO-Fehlerklassen sind wie folgt definiert:
| Fehlerklasse | Max. Anzahl Typ 1 | Max. Anzahl Typ 2 | Max. Anzahl Typ 3 |
| I | 0 | 0 | 0 |
| II | 2 | 2 | 5 |
| III | 5 | 15 | 50 |
| IV | 50 | 150 | 500 |
Ein ständig leuchtender Pixel (Fehlertyp 1) stört den Anwender mehr als ein ständig schwarzer Pixel (Fehlertyp 2).
Am wenigsten fällt es auf, wenn lediglich ein Sub-Pixel defekt ist, und in einer der drei Farben rot, grün oder blau
leuchtet oder schwarz ist (Fehlertyp 3).
Aufgrund dieser Unterschiede ist auch die jeweilig tolerierte Fehleranzahl der drei Fehlertypen zum Beispiel in
Klasse II unterschiedlich. Während Fehlertypen 1 und 2 jeweils nur zweimal auftauchen
dürfen, sind fünf defekte Sub-Pixel (Fehlertyp 3) erlaubt.